Arbeitskonzept
Manuelle künstlerische Druckgrafik ist der Schwerpunkt meiner gestalterischen Tätigkeit.
Grundsätzlich kann man die folgenden drei verschiedenen Druckverfahren unterscheiden:
Tiefdruck (Radierung und Aquatinta)
Die druckenden Linien und Flächen sind hier vertieft und die Druckfarbe liegt in diesen Vertiefungen
Flachdruck (Lithografie)
Druckende und nichtdruckende Linien und Flächen liegen in der gleichen Ebene. Dieses Verfahren beruht auf der gegenseitigen Abstossung von Wasser und Fett. Die Druckplatte, der Lithografiestein, ist ein Kalkschiefer der Fett und Wasser aufnehmen kann. Dieser wird befeuchtet und dann die Farbe eingewalzt. Nur die gestalteten fettigen Stellen nehmen die fetthaltige Farbe an, und die nicht bearbeiteten nass bleienden Stellen stossen die Farbe ab.
Hochdruck
Die druckenden Linien und Flächen sind beim Hochdruckverfahren die erhöhten Partien und die Farbe liegt somit oben.
Hoch- und Tiefdruck lassen sich besonders bei neueren Drucktechniken, wie z. B. Carborundum- und Fotopolymer-Methode, vorteilhaft kombinieren.
Die grosse Vielfalt von manuellen Druckverfahren und deren reiche Kombinationsmöglichkeiten bieten Anreiz zum Experimentieren auf der Suche nach neuen Gestaltungsmöglichkeiten und zum Ausloten von deren Grenzen.
Dies ist für mich ein Grundanliegen.
In diesem Sinne sind die grafischen Blätter alle manuell selbst gedruckte Originale und entsprechend mit e a (épreuve d’artiste) oder als Unikat mit 1/1 gekennzeichnet. Auflagendrucke sind, wenn schon dann klein, und als solche gekennzeichnet mit z. B. 1/10----10/10